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Gemeinde Kaiserstuhl

Freiwillige gesucht für das «Café Spittel»

Das „Spittel“ am Kirchplatz in Kaiserstuhl stammt von 1778 und geht zurück auf eine Stiftung von 1484, welche an dieser Stelle bereits 1508 ein erstes Spitalgebäude errichtet hatte. Dabei war die Zweckbestimmung nicht, wie der Name "Spital" heute vermuten lässt, die eines Krankenhauses, sondern einer Versorgungseinrichtung für Alte, Gebrechliche und Arme. Im Mittelalter wurden Krankenhäuser als Siechenhaus bezeichnet und aus Angst vor Ansteckungen ausserhalb von Stadtmauern gebaut, wie der Fisibacher Flurname „Siechenbuck“ bestätigt.

So blieb das Kaiserstuhler Spittel bis 2019 ein städtisches Altenheim, zuletzt betrieben als Wohngruppe von RAS-Ehrendingen. Im letzten Herbst konnten die bisherigen BewohnerInnen des „Spittel Kaiserstuhl“ in Bad Zurzach im neuen „Pfauen“ oder im RAS-Ehrendingen in attraktiven Einrichtungen untergebracht werden, wo sie wieder eine zeitgemässe Betreuung erhalten. Die RAS-Wohngruppe wurde damit geschlossen und das Gebäude am 1. Oktober 2019 an die Stadt Kaiserstuhl zurückgegeben, um dies einer neuen Nutzung zuführen zu können.

Ganz im Sinne der Stifter von 1484 beabsichtigt der Stadtrat, das grosse Haus weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Stimmbürger haben dazu einem Rahmenkredit für kleinere Anpassungen, Installationen und Möblierung zugestimmt. Das Bauamt-Büro und der Stadtrat mit seinem Sitzungszimmer sind bereits eingezogen, mehrere weitere Räume freuen sich auf neue Nutzungsideen von Vereinen oder Privaten. Im weitesten Sinn als Herberge soll das Haus sowohl die Kaiserstuhler Bewohner, aber auch Besucher und Gäste willkommen heissen und diesen nach Möglichkeit eine einfache Unterkunft anbieten.

Im Kern des Hauses wartet noch ein Aufenthaltsraum mit Küche darauf, als „Café Spittel“ mit neuem Leben gefüllt zu werden. Die Terrasse am Kirchplatz bietet sich als zusätzliche schattige kleine Gartenbeiz an. Durch einen Künstler wurden kürzlich drei Gästezimmer auf einfache Art neu möbliert und ausgestattet. Um das „Café Spittel“ mit Gästezimmern zu betreiben, erhofft sich der Stadtrat eine von Freiwilligen organisierten und sichergestellten Betrieb, anfangs mit begrenzten Öffnungszeiten primär an Montag/Dienstag, nach Bedarf und Kapazität ausbaubar.

Eine erste Gruppe von Interessierten kann sich eine Mitarbeit zwar gut vorstellen, wünscht sich aber zu einem erfolgreichen Start noch Verstärkung durch zusätzliche Hände und neue Ideen.

Wollen Sie mehr wissen über die Absichten des Stadtrats oder möchten Sie Ihre eigenen Vorstellungen und Ihr Engagement einbringen, freut sich Stadtammann Ruedi Weiss auf Ihren Anruf T 044 858 28 63 / T 079 207 59 52 oder Ihr E-Mail an ruedi.weiss@kaiserstuhl.ch.



Datum der Neuigkeit 20. Mai 2020
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